Wohnbegleitung

Hier finden Sie unser Kurzkonzept als PDF: Kurzkonzept Wohnbegleitung

Grundsätzliches

Das Betreute Wohnen Windisch und Brugg der Stiftung für Sozialtherapie bietet parallel zu den zeitlich begrenzten, teilstationären Angeboten Langzeitwohnplätze an, die als Anschlusslösung ans teilstationäre Setting oder unabhängig davon genutzt werden können. Unser Angebot richtet sich an Männer und Frauen ab 16 Jahren, an Familien oder Alleinerziehende, die aufgrund einer psychosozialen Beeinträchtigung auf längerfristige Unterstützung und Begleitung angewiesen sind.

Unsere Wohnbegleitung setzt sich zum Ziel, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu stabilisieren und damit die Versorger zu entlasten. Wir stellen dabei die Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit und das frühzeitige Erkennen von Krisensituationen ins Zentrum, um lange stationäre Aufenthalte möglichst zu verhindern.

 

Aufnahmekriterien

  • Unterstützungsbedarf aufgrund einer psychosozialen Beeinträchtigung
  • Kein akutes Suchtproblem (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen)
  • Selbständige Medikamenteneinnahme / Fachärztliche Begleitung
  • Tagesstruktur vorhanden oder in Abklärung
  • Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit
  • Bereitschaft zur vernetzten Zusammenarbeit mit dem Helfernetz

 

Angebot

Das Betreute Wohnen bietet Wohnbegleitung durch qualifiziertes Fachpersonal an. Die zeitlich unbegrenzte Wohnbegleitung richtet sich an interessierte Personen, die entweder bereits in einer eigenen (Miet-) Wohnung leben oder bei Bedarf in eine vom Betreuten Wohnen zur Verfügung gestellten Wohnung einziehen möchten. In diesem Fall stellt das Betreute Wohnen nach Vertragsunterzeichnung für die Dauer der Begleitung eine Wohnung in Untermiete zur Verfügung. Diese Wohnungen befinden sich an zentralen Standorten und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Ein Verbleib in einer vom Betreuten Wohnen zur Verfügung gestellten Wohnung ist nach Beendung der Begleitung in Ausnahmefällen möglich.

Das Betreute Wohnen unterstützt die Klienten und Klientinnen durch regelmässige Besuche und durch Einzelgespräche. Zusammen mit dem Klienten/der Klientin werden individuelle Ziele ausgewählt und in einem strukturierten Vorgehen regelmässig ausgewertet. Möglich Themen einer Wohnbegleitung sind:

  • Wohnkompetenz (Anleitung in Unterhalt und Pflege der Wohnung)
  • Umgang mit Alltagsproblemen
  • Unterstützung in der Administration
  • Probleme am Arbeitsplatz / Unterstützung beim Finden einer Tagesstruktur
  • Finanzielle und rechtliche Beratung
  • Gesundheit (Umgang mit Krankheit), Ernährung
  • Krisenbegleitung
  • Freizeit
  • Soziale Kontakte / Beziehungsfragen / persönliche Anliegen

In der Regel besuchen wir die Klientinnen und Klienten ein Mal wöchentlich vor Ort in der Wohnung. Die Besuchsfrequenz wird den individuellen Bedürfnissen angepasst und kann auch erhöht werden.

Die Zusammenarbeit ist mit einem Wohnvertrag geregelt, welcher Hausordnung und wenn nötig Untermietverhältnis beinhaltet. Im Kontakt mit eigenen Kindern sind uns besonders das Kindeswohl und der Schutz der Kinder ein zentrales Anliegen, was individuell mit einem Zusatzvertrag geregelt wird.

In akuten Krisensituationen besteht die Möglichkeit zur Stabilisierung für maximal drei Wochen in eines unserer teilstationären Häuser einzutreten und das Therapieangebot vor Ort zu nutzen.

 

Kosten

  • Wohnbegleitung inkl. Unterkunft (auf Wunsch teilmöbliert), Nebenkosten, Zusatzkosten Wohnen (Internetzugang, Radio-TV Konzession etc.) sowie Abstinenzkontrolle betragen in einer Gesamtpauschale Fr. 80.- pro Tag.
  • Wohnbegleitung für Menschen in einer eigenen Wohnung oder in einer von der Stiftung angemieteten und an sie untervermieteten Wohnung beläuft sich auf pauschal Fr. 30.- pro Tag. Für Urinproben oder Speicheltests werden Fr. 40.- pro Probe verrechnet.
  • Bei einem Untermietverhältnis wird ein Zuschlag auf die Mietkosten erhoben.
  • Bei Hausbesuchen ausserhalb des Radius von 25 km ab Brugg werden die vollen Fahrspesen berechnet